Alec ist jetzt ein Therapiebegleithund

Schon lange habe ich nicht mehr über Alec, meinem ehemaligen Assistenzhund in Ausbildung berichtet. Das gesamte Thema ist sehr schwierig für mich, wegen der Enttäuschung und wegen meines Entsetzens darüber, wie es mit der ehemaligen Assistenz-hundeausbilderin gelaufen ist. Außerdem habe ich große Schuldgefühle Alec gegenüber.

 

Nachdem Alec nach all dem Hin und Her wieder bei unserer guten und liebevollen Trainerin angekommen war, durfte er sich für einige Zeit erstmal richtig erholen und nur "Hund" sein. Wir haben viele Monate nach einem neuen Zuhause für Alec gesucht, was sich als schwierig erwies. Nach all dem was jedoch passiert ist, waren alle Beteiligten sehr vorsichtig mit der Auswahl eines neuen Frauchens. Mit der Zeit war klar: Alec ist kein Assistenzhund, zumindest nicht für psychisch Kranke. Schlechte Gefühle seines Menschen sind ihm unangenehm und er zieht sich zurück. Er arbeitet aber sehr gerne und zuverlässig. Er braucht die mentale Herausforderung mindestens genau so sehr wie die körperliche Auslastung. Wir wollten für ihn jemanden finden, der ihm Arbeit und physische Auslastung bieten kann und wo er glücklich, am Besten mit einem Hundekumpel, leben kann. Vor allem war uns aber auch wichtig, dass Alec nicht mehr rumgereicht wird. Er sollte sein endgültiges Zuhause finden, wo er zufrieden mit einem kompetenten Frauchen ist.

 

Schließlich haben wir eine sehr gute Lösung gefunden. Nun lebt Alec seit zwei Monaten bei einer Tierphysiotherapeutin, die mit ihm in einem Altenheim und in einer Ergotherapiepraxis arbeitet. Die Arbeit mit den Patienten macht ihm Spaß und er ist sehr beliebt. Er kann jeden Tag mehrere Stunden im Wald rennen und sich so körperlich auspowern. Er hat einen Hundekumpel, mit dem er spielen kann und ein Frauchen mit dem die Bindung stimmt und die sich von ihm nicht unterbuttern lässt. Er ist und bleibt ein liebenswerter Sturkopf und braucht eine feste Hand.

 

Ich bin froh, dass Alec nun endlich sein Heim gefunden hat. Dort hat er alles was er braucht um glücklich zu sein.

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Assistenzhund und Steuern

Hier meldet sich mal Johannas Mutter zu Wort:

Ein Assistenzhund verursacht eine Menge Kosten für die Anschaffung, die Ausbildung und auch den laufenden Unterhalt, Versicherungen, Tierarzt etc. Über die Krankenkasse gibt es in der Regel keine Zuschüsse, außer für Blindenführhunde. Schön, wenn die Kosten durch Stiftungen, Spenden oder Fonds getragen werden. Manche AssistenznehmerInnen bezahlen die Kosten aber selbst oder Eltern, Partner oder andere Verwandte tragen die Kosten. Dann überlegt man natürlich, ob die Ausgaben für den Hund, genau wie andere Krankheitskosten von der Steuer absetzbar sind.

 

Die Kosten für Alecs Ausbildung und Unterhalt, die nicht über Spenden finanziert waren, habe ich bei meiner Einkommensteuererklärung als "außergewöhnliche Belastung" angegeben. Leider wurde das nicht anerkannt, in meinem Steuerbescheid steht:

"Die Aufwendungen für die Anschaffung, Ausbildung und Haltung eines Hundes konnten nicht berücksichtigt werden. Um diese Aufwendungen berücksichtigen zu können, ist es notwendig, vor Anschaffung des Hundes die medizinische Notwendigkeit durch einen Amtsarzt feststellen zu lassen".

 

Schade, dass wir das nicht vorher wussten, denn so ein Attest hätte man sicher bekommen können. Und das hätte eine Menge Geld gespart. Schließlich geht es hier nicht nur um die Anschaffung und das Training, sondern um alle laufenden Aufwendungen während eines ganzen Hundelebens!

 

Wer ganz am Anfang steht und über die Anschaffung eines Assistenzhundes aus Eigenmitteln nachdenkt, sollte die steuerlichen Auswirkungen unbedingt berücksichtigen, am besten beim Wohnsitzfinanzamt nachfragen. Evtl. kann auch der Schwerbehinderten-ausweis Voraussetzung sein, um die steuerliche Anerkennung zu bekommen.

Wichtig: Wenn der Kaufvertrag erst unterschrieben ist, dann ist es zu spät - diese Dinge müssen unbedingt vor dem Kauf und Abschluss des Ausbildungsvertrages geklärt sein.

(c) Judith Kraus

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Alec ist wieder in Schleswig Holstein

Was soll ich sagen... ich bin immer noch sprachlos. Hätte ich nur auf mein allererstes Bauchgefühl gehört! Ich mache mir sehr viele Vorwürfe und mir tut es unendlich leid für Alec, was in der letzten Zeit vorgefallen ist.

 

Alec war für drei Wochen bei seinem neuen Besitzer in Nordrhein-Westfalen. Dort hat er mit einer Trainerin trainiert, die auch bei der Akademie für Assistenzhunde im Trainernetzwerk war. Sehr unvorbereitet bekam ich mit dem Ablauf der Rücktrittsfrist die Rücktrittserklärung vom Kauf - mit der Erklärung, dass Alec nicht geeignet sei und nichts könne. Zwei Trainerinnen der AfA hätten ihm angeblich dazu geraten, Alec zurückzugeben. Der Käufer sagte uns, dass Alec sich komplett verweigerte und nichts mehr machte.

 

Eine Woche später, an einem Freitag, wurde Alec zu uns zurückgebracht. Als Alec bei uns war haben wir natürlich nicht mit ihm gearbeitet, sondern ihm Ruhe gegönnt. Auf einem Spaziergang haben wir jedoch, weil wir neugierig waren, "Block" und "Check", das Absichern, ausprobiert und siehe da, an der Schleppleine ohne Leckerlies hat er es sofort ausgeführt. Am folgenden Sonntag haben wir Alec zurück zu unserer AfA Trainerin nach Schleswig Holstein gebracht, weil ich immer noch in der Krise stecke und es mir extrem schlecht geht. Alec durfte sich dort erstmal ausruhen und nun wird er von seiner vertrauten Trainerin weiter ausgebildet. Wir alle können die Aussage des Käufers und der dortigen Trainerin überhaupt nicht nachvollziehen, denn Alec arbeitet mit Freude. Das Absichern funktioniert auch bei ihr ohne Probleme. Natürlich gibt es noch viele Baustellen wie z. B. Leinenführigkeit, Dinge die noch verbessert werden müssen, bis er die Prüfung ablegen kann, aber er ist auch nunmal erst 1 Jahr alt und noch längst nicht fertig mit seiner Ausbildung!

 

Ich möchte gar nicht unterstellen, dass Alec sich nicht verweigert hat, das kann ich mir sogar vorstellen. Für das alles gibt es sicher eine plausible Erklärung. Alec hatte gerade seine Kastration hinter sich und die Hormonumstellung war in vollem Gange. In dieser Zeit lernte er in einer Probewoche in Schleswig Holstein den potentiellen Käufer kennen. Mein erstes Bauchgefühl war negativ, nach einem Gespräch mit dem Käufer, dachte ich, dass es doch gut passt und ich stimmte dem Kauf zu.

Danach zog er nach NRW um und zwei Tage später fing das Intensivtraining an, ohne Alec eine Eingewöhnungszeit zuzugestehen. Alles war neu für ihn. Er wurde ganz offensichtlich sehr überfordert. So wie Alec sich wieder bei unserer Trainerin zeigt, kann man ganz definitv sagen, dass es nicht an ihm lag, sondern an den Menschen! Dass der Käufer Alec für wesentlich weniger Geld als Familienhund behalten wollte, fanden wir alle jedoch ominös.

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Getrennte Wege

Update 30.09.2016 Alec ist wieder in Schleswig Holstein und wird weiter ausgebildet. Blogeintrag

 

Es fällt mir nicht leicht, euch die folgende Nachricht mitzuteilen und es zerreißt mir mein Herz, aber es ist das Beste für uns. Es ist schwer genug darüber zu reden, deshalb sage ich es einfach gleich. Alec ist nicht mehr mein Assistenzhund. Wir haben einen sehr netten und viel passenderen Mann, der ebenfalls eine PTBS hat, gefunden, der nun Alec’s Herrchen ist und dessen Leben hoffentlich durch den Schokobären erleichtert wird. Alec’s und meine Ausbildung wurde durch Spendengelder finanziert, deshalb möchte ich so transparent wie möglich sein.  

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Update und eine Treppenhausgeschichte

Ich kann gerade keine Nachrichten beantworten

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Die letzten drei Wochen

Wieder mal ein kleines Update zu uns. Mir geht es immer noch sehr bescheiden. Ich bin seit drei Wochen nun stumm und brauche immer noch den Rollstuhl um mich fortbewegen zu können. Die Depression hat die Zügel auch angezogen. Viel Training mit Alec konnte ich deswegen leider nicht machen. Ich versuche immer, kleine Übungen zu Hause einzubauen. An Alec merke ich total wie ihm das Trainieren fehlt. Ich habe einen kleinen Schnüffelteppich gebastelt, damit er was zu tun hat. Meine Mutter muss weiterhin das Gassigehen übernehmen, manchmal schiebt sie mich mit, aber das ist sehr anstrengend für sie. Alec freut sich immer, wenn er merkt, dass ich mal wieder mitkomme. 

 

An zwei Tagen habe ich es geschafft, durch einen Laden zu gehen, danach sind mir die Beine aber sofort wieder weggeknickt. An einem Tag waren wir im Futterhaus und an einem anderen sind wir durch einen Baumarkt gelaufen, Alec war dabei einfach spitze. Da ich ja so wenig mit ihm trainieren kann, hätte ich das gar nicht gedacht, aber er hat nicht einmal irgendwo dran geschnüffelt und lief die ganze Zeit ruhig neben mir und hat super geblockt. 

 

Gestern waren wir am Vormittag das erste Mal bei einer Hundespielgruppe, die von einer Hundetrainerin geleitet wird, Alec ist super sozial und hatte riesen Spaß mit den vielen Hunden zu spielen, das hat ihm sehr gefehlt. Nach über einem halben Jahr war ich gestern Abend mit meiner Mutter und Alec beim Friseur. Die Frauen sind unglaublich freundlich und verständnisvoll. Weil ich Angst vor Spiegeln habe, wurde der Spiegel für mich extra abgedeckt. Es hat aber leider alles nichts gebracht, weil angefasst zu werden und Menschen, die durcheinander reden und hinter mir umherlaufen für mich unerträglich sind. Deswegen bin ich komplett abgeschmiert und war für einige Zeit erstarrt (Dissoziativer Stupor). Das passiert mir ja sehr häufig, aber da war mir das extrem peinlich. Nachdem Alec sich zuerst sehr ablenken ließ, lag er neben meinem Stuhl. Er ist noch nicht soweit, dass er Dissoziationen erkennt. Meine Mutter hat ihn dazu gebracht, Kontakt mit mir aufzunehmen, an meinen Händen zu schlecken und mich mit der Pfote anzustubsen. Dadurch kam ich wieder etwas mehr in den Körper zurück und konnte ihn dann streicheln. Ich habe mich zu ihm auf den Boden gesetzt und ihn mit Leckerlies dazu gebracht, dass er sich mit mir beschäftigte und sich auf mich legte. Alec und ich brauchen einfach noch mehr Zeit, eine engere Bindung aufzubauen, damit Alec auch Dissoziationen bemerkt und Lust hat, selbstständig den Kontakt zu mir aufzunehmen.

 

Sonntag fahren wir endlich mal wieder nach Lindau und besuchen unsere Trainerin und die ehemalige Patenfamilie, in der Alec aufgewachsen ist. Das wird bestimmt schön, wenn Elvis und Alec sich wieder sehen, die waren ja von Anfang an beste Hundekumpels. Ich hoffe es klappt mit der Verständigung, denn momentan sieht es nicht so aus, als würde bis dahin meine Stimme wieder kommen.

 

Nächste Woche besucht uns eine Angestellte meiner Krankenkasse, denn wir wollen Pflegegeld beantragen. 

13 GIFs die das Leben mit einem Assistenzhund zusammenfassen!

www.theodysseyonline.com/13-gifs-sum-life-service-dog

 

1. Wenn du den Laden betrittst und jeder starrt dich an.

2. Wenn dich jemand freundlich fragt, ob er deinen Assistenzhund streicheln darf.

3. Wenn jemand deinen Assistenzhund streichelt, ohne vorher zu fragen.

4. Wenn du nur ein paar Dinge aus dem Laden brauchst und deinen Assistenzhund zu Hause lässt.

5. Wenn du mit deine Assistenzhund draußen bist und nicht auffallen möchtest.

6. Wenn dein Assistenzhund einen schlechten Tag hat.

7. Wenn jemand zu dir und deinem Assistenzhund sagt "Ich wette du kannst meinen Hund riechen."

8. Wenn dein Assistenzhund einen Unfall im Laden hat.

9. Wenn dir jemand sagt: "Den Hund habe ich ja gar nicht bemerkt."

10. Wenn dich jemand fragt, woher man die Kenndecke bekommen kann, damit die Person auch ihren Hund überall mit hin nehmen darf.

11. Wenn dein Assistenzhund alles richtig macht.

12. Wenn dein Assistenzhund buchstäblich dein Leben rettet.

13. Und die stillen Momente, in denen du merkst, dass es alles Wert ist.

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Juni Training

Der erste von zwei Trainingstagen mit unserer lieben Trainerin ist vorbei. Meine Wünsche wurden leider nicht erhört, weder das Gefühl in den Beinen noch meine Stimme kam zurück. Zum Glück war Kathrin auf meinen Zustand vorbereitet und hatte einen Rollstuhl im Gepäck. So konnten wir auch gleich das richtige Gehen an einem Rollstuhl üben. Dazu haben wir mit dem fahrbaren Untersatz in einem Tierfachgeschäft und in einem Baumarkt geübt. Am Abend waren wir noch in einem Restaurant. Wir sind jetzt alle ziemlich erschöpft und müde, aber es war für mich schön, nach fünf Tagen, endlich wieder draußen sein zu können. Morgen geht's für uns erstmal zum Hühnerstall und danach versuchen wir noch Ladentraining zu machen.

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30.06.2016

Ich muss da mal was loswerden. In den letzten Wochen habe ich ja recht wenig über uns geschrieben, vor allem weil ich Angst habe jemanden mit meinen ganzen Sachen zu nerven oder gar zu triggern. Aber ich muss jetzt echt mal sagen, dass ich wirklich so froh bin, meine Mutter zu haben, die mich unterstützt. Nur weil Alec jetzt da ist, heißt es ja nicht, dass plötzlich alles besser ist. Eher im Gegenteil, versteht mich nicht falsch, ich habe meinen Schokobär sehr in mein Herz geschlossen. Das Rausgehen, Menschen auf der Straße begegnen, das Assistenzhundetraining und das ganz normale Hundetraining hat mich sehr überfordert. Ich habe sehr große Selbstzweifel, die anderen Personen in mir veranstalten ein riesen Chaos und ich habe große Angst, Alec nicht das bieten zu können, was er braucht. Hätte ich meine Mutter nicht an meiner Seite, wüsste ich nicht was jetzt passieren würde. Vor allem auch in der Hinsicht, dass ich mal wieder komplett flach liege, stumm bin und kein Gefühl in meinen Beinen habe. Ich brauche immer wieder sehr intensive Hilfe z. B. eben auch dabei, vom Sofa auf den Bürostuhl zu kommen (der als Rollstuhl dient). Da wird mir wieder sehr bewusst, wie wichtig es ist eine Begleitperson zu haben, wenn man sich für einen Assistenzhund entscheidet. Ich möchte natürlich so viel wie irgendwie möglich selber machen, aber ohne sie würde ich jetzt z. B. auch nicht wissen wie ich mit Alec Gassi gehen könnte. Danke Mama, ich bin froh, dass es dich gibt!

15.06.2016

Nach ein paar Tagen, die nicht so gut liefen und an denen ich große Selbstzweifel hatte, hatten wir heute Morgen wieder ein sehr gutes Training. Gemeinsam mit meiner Mutter sind Alec und ich zu meinem Psychiater gegangen; der in der Innenstadt ist. Das „Fuß“ laufen ging recht gut und Alec war gut im Arbeitsmodus. In der Praxis lag Alec ganz ruhig neben mir und sprang noch nicht mal auf als mein Psychiater rein kam. Danach haben wir uns noch kurz in ein Café gesetzt. Dort hatte ich stark zu kämpfen, nicht zu dissoziieren. Die vielen verschiedenen Geräusche in der Stadt überfordern mich immer sehr. Aber auch dort lag Alec die meiste Zeit entspannt neben mir, er setzte sich nur manchmal auf, um zu schauen ob alles ok ist. Jetzt sind wir wieder zu Hause und der Schokobär schnarcht den Schlaf der Gerechten.

Wir gewöhnen uns aneinander

Das Leben mit Alec hat ganz schön viel verändert und ich möchte Euch natürlich auf dem Laufenden halten.

 

Mit jedem Tag kommt etwas mehr Routine in das Leben mit Hund, obwohl es für mich, die noch nie einen eigenen Hund hatte, noch eine riesen Ausnahmesituation ist. Ich trainiere fast täglich mit Alec und mittlerweile habe ich mich auch schon mehrmals getraut, alleine an einer belebten Straße zu üben. Ich habe mir schon oft vorgenommen alleine vor einem Supermarkt zu trainieren, aber da hat mich dann doch die Angst zu sehr im Griff. Alec geht jetzt schon ziemlich schnell und verlässlich in den Arbeitsmodus über, wenn er die Kenndecke trägt. Alec während der Arbeit und Alec während der Freizeit sind zwei ganz unterschiedliche Charaktere. 

 

Wenn ich mit meiner Betreuerin beim Bäcker sitze, verhält Alec sich mustergültig. Mit meiner Mutter war ich wieder in einem Tierfachgeschäft und habe den Einkauf geschafft. Beim Einkauf in einem Drogeriemarkt war Alec zu 100 % auf mich konzentriert. Zwar konnte ich nur einige wenige Minuten in dem Laden aushalten, bis die Luftnot und Dissoziation anfing, aber in der Zeit hat Alec sich einfach klasse verhalten. Die Kommandos „Block“ und „Check“ um mich von hinten und vorne abzusichern, führt er total zuverlässig aus. Er kam nicht mal auf die Idee an etwas zu schnüffeln. Außer bei Dissoziationen reagiert Alec jedes Mal, wenn es mir nicht gut geht: schaut mich intensiv an, kommt zu mir, stubst mich mit der Schnauze an und drückt seinen Körper an mich. Das macht er, ohne dass ich ihn dazu animiere.

 

Er ist wirklich sehr pflegeleicht. Ein 10 1/2 Monate alter Hund kommt natürlich manchmal auf ein paar dumme Ideen, aber lange kann man ihm ja auch nicht böse sein. Am Samstag haben wir Alec’s Hundekumpel Casbah besucht, das tat Alec sehr gut, dort konnte er endlich mal wieder frei toben und spielen.

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Neue Erfahrungen

Ich mache ganz neue und für mich unvorstellbare Erfahrungen mit Alec. Da er mich ja momentan noch sehr austestet, muss ich auch des Öfteren mit ihm schimpfen und ihm Grenzen zeigen. Heute habe ich mit ihm draußen trainiert, aber die Situation völlig falsch eingeschätzt und habe uns beide dabei total überfordert. Für mich ist es unbegreiflich, dass Alec trotzdem bei mir bleiben möchte und mir weiterhin auf Schritt und Tritt folgt. Denn für mich heißt „etwas falsch machen“ oder „böse sein“ kompletter Kontaktabbruch, Abstoßung und Hass. Dass Alec mir trotzdem nicht von der Seite rücken möchte, obwohl ich Fehler mache, lässt mich mein kleines, verworrenes Hirn noch nicht wirklich begreifen.

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Unsere erste gemeinsame Woche

Alec ist jetzt seit fast einer Woche bei mir und es ist anstrengend und toll zugleich. Mein Tagesablauf hat sich natürlich komplett verändert. Jeden Morgen steht jetzt eine schwanzwedelnde Grinsebacke vor mir. So wie ich es mir auch vorstellte, ist das Schwierigste für mich das mehrmals tägliche Rausgehen. Ich bin schon ein paar Mal im panischen Laufschritt nach Hause gelaufen. Aber gleichzeitig ist es auch schön draußen, vor allem, wenn ich Alec sehe wie er sich freut. Durch meine Anspannung und Unsicherheit bei Spaziergängen müssen wir noch ein bisschen an Hunde- und Menschenbegegnungen feilen. Er hat mich schon ein paar Mal aus Albträumen geweckt und bei Panikattacken reagiert er auch schon. Wir lernen uns jetzt erst so richtig kennen, gerade testet mich Alec natürlich noch sehr aus. Gut, dass ich ein Steinbock und deshalb auch sehr stur bin. Er kommt von Tag zu Tag immer öfter zu mir, um zu kuscheln, das ist sehr schön.

 

Freitag hatte meine Mutter Geburtstag und zum feierlichen Anlass waren wir zusammen in einem Restaurant. Es war eine große Überwindung und Anstrengung, aber mit Alec blieben wir etwa zwei Stunden im Restaurant. Zu Hause trainieren wir auch immer wieder und mit meiner Mutter sind wir durch ein Bekleidungsgeschäft gegangen. Dabei hat Alec sich toll verhalten. Für Montag habe ich mir fest vorgenommen, zusammen mit meiner Betreuerin zu Fuß zu meiner Therapeutin zu gehen und auf dem Weg zu trainieren. Ich bin gespannt wie es weitergeht!

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Einarbeitung

Das dreitägige Übergabe-Training ist nun vorbei. Wir haben viel gelernt und ich bin dabei ziemlich an meine Grenzen gekommen. Dienstag waren wir beim Bäcker, in einem Klamottenladen, bei einem Tierfachgeschäft und bei Alec's neuer Tierärztin. Heute waren wir nochmal beim Bäcker und sind den Weg zu meiner Therapeutin abgelaufen. Dabei haben wir immer wieder seine bisher gelernten Assistenzleistungen wiederholt. Jetzt sind wir beide total erschöpft und versuchen uns zu entspannen. Ich bin wirklich froh, dass er hier ist und er weicht mir auch nicht mehr von der Seite. Wir passen einfach super gut zusammen.

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Unser erster Tag

Hier ein kleines Update zu unserem ersten Einarbeitungstag. Seit heute Vormittag um 11:02 Uhr sind die Trainerin und Alec da. Alec hat vor Freude mich zu sehen unsere Trainerin fast umgerissen 😂😊. Zuerst haben wir einen schönen Spaziergang im Wald gemacht. Danach sind wir zu Media Markt gefahren. Als ich im Laden eine Panikattacke hatte, hat Alec zum ersten Mal von sich aus den Kontakt zu mir gesucht, schleckte mich ab, lehnte sich an mich und ließ sich streicheln, so hat er mir wirklich sehr geholfen. Bei solchen Situationen war er zuvor immer noch etwas unsicher und war sich nicht genau sicher wie er reagieren soll. Er hat das wirklich toll gemacht. Das Absichern war auch super, vor allem als wir an der Kasse standen, auch wenn ich mich nur noch verschwommen daran erinnern kann. Zu Hause haben wir noch einen Trainingsplan für Juni besprochen und aufgeschrieben. Wir hatten einen sehr erfolgreichen und anstrengenden Tag. Die Einarbeitung geht noch weitere zwei Tage. Ab Donnerstag fängt dann mein Leben mit Alec so richtig an.

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Letztes Training vor der Übergabe

Gestern war ich ein letztes Mal zu Besuch und zum Training bei Alec, bevor er endgültig bei mir einzieht. In den letzten vier Wochen ging es mir sehr schlecht und die Sehnsucht nach ihm war riesig. Alec hat sich nochmal äußerlich etwas verändert. Sein Fell glänzt total schön und am Kragen ist das Braun noch ein bisschen heller geworden und schaut fast etwas kupfer-farben aus. Ein hübscher Kerl!

 

Er hat sich wieder total gefreut als ich ankam und lag beim Kaffeetrinken die meiste Zeit an meinen Füßen. Er hat das Kraulen merklich genossen und für mich war es auch sehr beruhigend und schön. 

 

Gegen Nachmittag sind wir nach Eckernförde gefahren, um noch etwas zu trainieren. Zuerst waren wir in einem Tierfachgeschäft, das ist natürlich durch die ganzen Gerüche echt fies für Alec. Er braucht immer ein paar Minuten Zeit, bevor er in den Arbeitsmodus übergeht, um zu verstehen, dass er jetzt nicht mehr schnüffeln darf. Das Absichern klappt super gut. Zwischen Ochsenziemer und Kauknochen konnte ich ihn ablegen und mich von ihm entfernen, ohne dass er aufgesprungen ist und sich an den leckeren Sachen bedient hat. Die Kaninchen und Meerschweinchen fand er sehr interessant. Gucken darf er ja. Dort habe ich ihn auch abgelegt. Ich bin wirklich stolz auf ihn und ich kann ihm vertrauen.

Danach sind wir noch etwas auf dem Fußgängerweg vor einem Lebensmittelgeschäft umhergelaufen. Es war dort sehr voll und ich schaffe es noch nicht, in Läden reinzugehen. Wir haben uns einen Einkaufswagen geschnappt und sind damit noch etwas auf dem offenen Parkplatz umhergegangen. Alec musste locker neben mir gehen und sich bei Straßen absetzen und erst weitergehen, wenn ich „Ok“ sage. Zuletzt haben wir noch das „An der Kasse stehen“ geübt, dabei musste Alec mich von hinten absichern. Danach haben wir noch einen Kaffee bei einem Bäcker getrunken. Wir saßen draußen. Alec lag die ganze Zeit neben mir bzw. mit seinem Körper an mich gelehnt. Auf Kommando hat er immer mal wieder mein Bein mit seiner Pfote angestupst und auf Kommando gebellt. Dieses ganze Training ging 30 Minuten und es war für mich eine Herausforderung. Als wir den Einkaufswagen zurückbrachten, fing ich auch wieder an zu dissoziieren. Ich konnte nicht mehr denken, war abgetrennt von mir und der Umwelt, ich war wackelig auf den Beinen und konnte nicht mehr viel sprechen. Mehr hätte ich also gar nicht geschafft. 

 

Wieder bei unserer Trainerin zu Hause war ich wieder mehr da. Wir haben spielerisch "Zieh" geübt. Ich habe an meinem Gürtel einen Ball mit einer Schnur befestigt, später soll er daran selbstständig ziehen, wenn er merkt, dass es mir in einer Situtution nicht gut geht. Zum Abschluss haben wir noch eine kleine Runde durch die Wiesen gedreht, sodass Alec mit seinem Kumpel Elvis rennen und spielen konnte. Der Abschied fiel mir so schwer, aber in zwei Wochen habe ich meinen Schokobären für immer.

 

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Noch vier Wochen bis zum Einzug

Check - Absichern von hinten
Check - Absichern von hinten

Ich möchte Euch etwas Tolles und Wichtiges mitteilen!

Alec steckt seit mittlerweile vier Wochen im Intensivtraining. In der Zeit hat er schon vieles gelernt und hat dabei sehr große Fortschritte gemacht. 

Block und Check beherrscht er schon super gut. Darüber bin ich sehr froh, denn dass Absichern ist eine der wichtigsten Aufgaben, die Alec hat. Mit dem vielen Training hat er nun auch gelernt sich ordentlich in der Öffentlichkeit zu verhalten.

 

Desweiteren lernt er momentan "Speak" - auf Kommando zu bellen. Davon habe ich vor zwei Tagen ein total süßes Video auf Facebook hochgeladen, welches ich von Kathrin's Familie bekommen habe. Er lernt auch gerade das Licht anzumachen und an einem Tau zu ziehen, das ich später an mir befestigen werde. Damit kann er mich aus einer unangenehmen Situation herausziehen. Außerdem lernt er, mich an den Rand zu führen z. B. aus einer Menschenmenge heraus und mir eine Bank zum Hinsetzten zu suchen.

 

Alec hat jetzt noch weitere vier Wochen lang Zeit, alle bisherigen Assistenzleistungen zu verfestigen.

 

Denn am Montag, 30.05. zieht Alec endlich bei mir ein!

 

Meine Trainerin bringt ihn mir an dem Montag und wird mit mir drei Tage lang die Einarbeitung machen. Bei der Übergabe werde ich nochmal in alle neuen Kommandos eingewiesen und lerne dabei, wie ich sie richtig einsetze. Wir werden versuchen, überall da, wo ich mich aufhalten werde zu trainieren. Ich fange jetzt an, alle Supermärkte in meiner Stadt anzuschreiben. Ich hoffe, dass ich dadurch keine großen Probleme mit dem Zutrittsrecht bekomme.

 

Nach der Einarbeitung fängt für mich erst die richtige Arbeit an. Alec und ich müssen dann richtig zusammenwachsen und täglich trainieren. Das wird für mich eine riesengroße Herausforderung und Umstellung sein. Ich war schon eine Ewigkeit nicht mehr in Läden einkaufen, geschweige denn in der Innenstadt. Aber ich möchte ja nicht mehr einsam in meiner Wohnung vor mich hin vegetieren, deshalb werde ich mein Bestes geben und versuchen mich wieder ins Leben zurück zu kämpfen.

 

Dass ich mich auf Alec wirklich sehr freue, muss ich ja eigentlich gar nicht mehr erwähnen. Ich hoffe nur, dass ich dem Ganzen nun auch gewachsen bin. Aber ich bin dankbar, dass ich ein ganzes Hundeleben mit Alec verbringen darf.

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Training bei mir zu Hause

Und schon ist die Zeit mit Alec wieder vorbei. Die zwei Tage sind wie im Fluge vergangen.

 

Alec, der mittlerweile neun Monate alt ist, befindet sich seit zwei Wochen im Intensivtraining. Während der Woche wird er jeden Tag intensiv auf seine spätere Arbeit vorbereitet.

Es ist phänomenal, welche Fortschritte Alec in dieser kurzen Zeit schon gemacht hat. Er ist unter der Kenndecke fast nicht wiederzuerkennen. Er geht jetzt die meiste Zeit total locker an der Leine und zieht nur noch ganz selten und auch nicht mehr so doll. Die zwei Wochen haben so viel verändert. Die Kenndecke hat er auf jeden Fall mit Arbeit verknüpft. Hunde- und Taubenbegegnungen laufen schon viel besser. Er lief sogar an einem Hund, der ohne Leine unterwegs war, ganz normal vorbei. Ich war wirklich sprachlos und bin Kathrin und Kati so dankbar. Auch in der Wohnung ist er echt pflegeleicht. 

 

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02.04 - 09.04

Hier sind alle Posts zusammengefasst, die ich zu unserer Trainings- und Urlaubswoche auf Facebook geschrieben habe:

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04.03.

Heute habe ich seit langer Zeit mal wieder meine Wohnung verlassen und bin jetzt in der Wohnung meiner Mutter. Für Alec war ich heute sogar im Futterhaus und habe für ihn und seinen Kumpel Elvis ein neues Tau geholt.

 

Danach war ich noch mit meiner Mutter bei Media Markt. Dort war es aber ziemlich schwer für mich, denn dort wurde ich schnell reizüberflutet. Die ganzen Fernseher, gleichzeitig spielende Lieder, Dauerbeschallung, die Menschen und dabei noch aussuchen und entscheiden was ich haben möchte. Mir fiel es echt schwer im Laden zu bleiben und ich bekam schlecht Luft. Ich habe mir dann die meiste Zeit die Ohren zugehalten, mit dem Blick nach unten folgte ich dissoziiert den Schritten meiner Mutter. Ich habe es aber zum Glück geschafft alles zu bekommen, was ich wollte. 

 

Jetzt habe ich eine brandneue Kamera und einen MP3 Player. In Zukunft gibt es dann Fotos in besserer Qualität und nicht mehr diese nervigen Handy-Fotos. Vielleicht entdecke ich ja mein altes, verschollenes Hobby, das Fotografieren wieder. 

 

Ich freue mich so doll auf morgen, nach drei Wochen sehe ich endlich Alec, Elvis, Kathrin und ihre Familie wieder.

Verlängertes Wochenende mit Alec

Vor einer Woche war Alec noch hier. Wir haben für ein langes Wochenende schonmal ausprobiert, wie es ist, zusammen zu leben. Alec hat das so toll gemacht! Bei unserem Zeitungs-Interview meinte die Journalistin, dass sie nicht gedacht hätte, das er noch gar nicht bei mir wohnt - so vertraut wirkten wir zusammen. Aber es war natürlich auch ganz schön anstrengend. Normalerweise verlasse ich meine Wohnung ja recht selten und bewege mich dementsprächend wenig und nun war ich dreimal täglich mit ihm spazieren und bin viele Kilometer gelaufen. 

 

Ich vermisse ihn sehr, er hat ganz schön viel Schwung in meine Wohnung gebracht, nun bin ich wieder alleine. Jetzt funktioniert wieder gar nichts mehr und mir gehts ziemlich dreckig. Aber in 14 Tagen sehe ich ihn wieder und dann ist es auch nicht mehr lange zu unserer Trainings- und Urlaubswoche Anfang April.

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Stupor im Einkaufszentrum

Nachdem ich Alec vier Wochen nicht gesehen hatte, konnte mich das schlechte Wetter am Samstag 23.01. nicht abhalten zu ihm zu fahren. 

 

Als meine Mutter und ich ankamen, wurden wir herzlich von Kathrin begrüßt. Alec war noch ein Stockwerk höher und hörte nicht, dass Besuch da war. Ich rief ihn und als er ankam und merkte, dass ich es war, hat er sich riesig gefreut, er hat sich fast nicht mehr eingekriegt, so freudig war er. 

 

Als wir einen Kaffee getrunken haben, kam Kati auch noch dazu. Kati wollte im Einkaufszentrum Block (von vorne absichern) Check (von hinten absichern) und Tick (auf Kommando mit der Pfote anstupsen) üben. Dort war es jedoch extrem voll und wir mussten das Training auch schnell wieder abbrechen, denn ich war im Dissoziatven Stupor

 

Im Auto auf dem Rückweg, saß Alec vor mir im Fußraum. Alec hat sich sehr gut auf mich konzentriert und wir haben "Schau" - mir in die Augen schauen und "Tick" geübt. Zu der Zeit war ich immer noch nicht wieder richtig da, aber Alec hat mir sehr gut geholfen. Er ist dann irgendwann mit den Vorderbeinen auf meinen Schoß gestiegen, hat meine Hände abgeschleckt und sich angekuschelt. So konnte ich sein Gewicht auf meinen Beinen spüren. Das hat bewirkt, dass ich viel schneller wieder in meinen Körper kommen konnte, mich bewegen und sprechen konnte. Ohne ihn hätte ich wahrscheinlich Stunden gebraucht um die Lähmung zu durchbrechen. Er hat es im Auto geschafft, dass ich in etwa 20 Minuten wieder ansprechbar war. Fantastisch!!!

 

Als wir wieder bei Kathrin auf dem Hof ankamen, konnte ich noch mit einem Pony kuscheln, ein weiterer Reiz, der mich wiederbelebt hat. Danach saßen wir noch eine Weile zusammen und Alec und ich haben es geschafft zusammen zu entspannen.

 

Ihn wieder zu verlassen fiel mir sehr schwer, aber die gute Nachricht lautet, dass ich Alec vom 12. - 15.02 mit zu mir nehmen werde. Ich freue mich riesig darauf, ihm sein Zuhause zu zeigen. Das Wochenende wird uns beiden Zeit geben, noch mehr aneinander zu wachsen.

 

Ansonsten ist noch zu berichten, dass er jetzt mit seinen 6 Monaten eine Schulterhöhe von 55 cm hat und etwas abgenommen hat und jetzt ca. 25 kg wiegt. Er wurde dann doch etwas moppelig. Labbi-Staubsauger! 

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Update on Alec's training

I haven't updated the English page for quite some time. So here comes an update on Alec's training.

 

He is five and a half months old now and doing amazing. He is still living with one of his trainers, who has a big farm with other animals such as horses and dogs. The whole family is doing a phenomenal job socializing him. 

 

Obviously he is still a very young Lab, but he is already very well behaved. He walks on the leash without pulling. He will sit, stay and lay down on command. He is awesome in the city, nothing can scare him and he has a very calm personality. With the command "look" he will look me straight in the eyes, this way I can concentrate on him. I am less likely to panic or dissociate when I can do that. He loves to play with his best buddy Elvis, which is a freakishly large Landseer. He is great with other dogs and curious to get to know more. He has been shown all kinds of different breeds, paces and circumstances. It is very important that a puppy gets to know as many different things to be able to socialize him properly. But it is even more important for him, because he is going to be a service dog one day who has to be calm at all times when working. You can tell that he wants to learn and work. 

 

He is a water and food junkie, true to his Labrador breed. :D

 

I visit him every two to three weeks. Our bond is getting stronger and stronger every time we see each other. He will stay at his trainers' house until Mai/June. Because I am not able to socialize and train him properly on my own due to my disability. We train together at every single meeting nonetheless. 

 

This month (January) his trainers will start teaching him his first service related tasks. Which is to block me from anyone, by standing in front of me and to cover me from behind. I easily panic from people getting too close to me, this way he is giving me more space from strangers. Later he will also learn to show me when someone is approaching me from behind. Alec will also learn to nudge me with his nose while I'm outside and to give me his paw when I am inside. This task is also immensely important, because of my dissociation, depersonalisation and derealisation, as he will ground me and to keep me in reality through nudging me .

 

Alec will start spending some weekends at my apartment starting in February. The purpose is to bond more and to get used to living together. I am definitely looking forward to spending more time with him and to show him his new home. 

In April we will spend a whole week together, while training every day with one of his trainers.

 

I absolutely adore him. He is so funny, I love watching him play especially with his best bud Elvis. Alec is quite big for his age, so he will become a pretty big dog. 

 

This blog entry is solely to inform you on how Alec is doing. I will post a blog on how I am holding up soon.

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Weiterer Ausbildungsverlauf

Alec ist da, er ist in der Grundausbildung - aber wie geht es jetzt eigentlich weiter?

 

Ab Januar 2016 fangen seine Trainerinnen an ihm "Block" und "Check" beizubringen. Die beiden Kommandos sind für mich sehr wichtige Aufgaben, die mir sehr helfen werden. Bei "Block" wird er lernen sich vor mich zu stellen, um mir damit mehr Abstand zu Menschen zu garantieren. Leute in der Stadt sind dann eher geneigt einen größeren Abstand zu mir zu bewahren. Bei "Check" wird er sich hinter mich stellen und schauen ob jemand von hinten kommt. Somit kann mir niemand zu dicht auf die Pelle rücken z. B. später, wenn ich mit ihm einkaufen gehe und in einer Schlange stehe. Bei beiden Kommandos wird er nah an mir dran stehen, so dass ich ihn spüren kann. Das ist meine persönliche Präferenz, denn er könnte auch etwas Abstand zu mir halten, damit ich noch mehr Distanz zu Anderen bekomme. Aber mir ist es lieber, wenn er nah bei mir steht.

 

Auch fängt Kathrin jetzt an ihm beizubringen mich auf Kommando zu berühren. Wir haben abgemacht, dass er mir zu Hause auf Kommando die Pfote geben wird oder seine Pfote auf meine Beine stellt. Unterwegs wird er mich mit seiner Nase anstupsen. Das wird mir helfen, den Kontakt zu ihm aufrecht zu erhalten und im Hier und Jetzt zu bleiben.

 

In den nächsten Monaten wird Alec auch mal am Wochenende zu mir zu kommen. Darauf freue ich mich schon so sehr. Ich kann es kaum erwarten, ihn mit zu mir zu nehmen, ihm sein neues Zuhause und sein Bett zu zeigen. Dadurch, dass er an manchen Wochenenden zu mir kommt, wird auch unsere Bindung noch enger und wir können uns daran gewöhnen miteinander zu leben.

 

Anfang April mache ich mit meiner Mutter Urlaub in Schleswig Holstein. Natürlich ganz in der Nähe von Eckernförde. Meine Mutter und ich sind schon auf der Suche nach einer geeigneten Ferienwohnung, in der auch Hunde erlaubt sind. Denn Alec wird die ganze Woche mit mir verbringen. 

 

Im Mai oder Juni zieht er dann endgültig zu mir!!!! Wann genau er kommt, können wir noch nicht sagen, denn das hängt natürlich davon ab wie er sich in der Intensivausbildung macht.

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Training auf dem Weihnachtsmarkt

Was ist denn da alles passiert?

 

Ich war gestern am 20.12. wieder bei Alec. Der Tag fing leider so gar nicht gut an, denn am Vortag wurde ich durch einen Artikel, den ich auf Facebook gesehen habe sehr doll getriggert. Die Nacht durch hatte ich immer wieder Flashbacks - schlimme Bilder im Kopf, von etwas, das ich mal wieder vorher nicht wusste. Oft bin ich durch mein eigenes Wimmern im Schlaf und weil ich um mich schlug aufgewacht. Nachdem ich kurz eingeschlafen war, fing ein Idiot um 6 Uhr morgens an draußen Lärm zu machen. Alles in allem war es keine gute Nacht. Verschlafen habe ich dann leider auch noch. Wir wollten um 9 Uhr losfahren, konnten wegen mir dann aber erst um kurz vor 10 Uhr los. 

 

Angekommen bei Alec, begrüßte er mich wieder stürmisch. Es ist so toll, dass er mich wiedererkennt. Diesmal war Kati auch mit von der Partie, denn wir wollten zusammen auf dem Weihnachtsmarkt in Kiel trainieren. Aber erstmal gab es Kaffee für mich und Kuscheleinheiten für Alec. Ich habe mich schon lange darauf gefreut, Kati endlich mal wieder zu sehen, das war total schön, denn wir hatten uns seit Anfang Oktober nicht mehr getroffen.

 

Eigentlich war ja geplant, dass uns wieder das Filmteam begleiten sollte, nur hatten sie nicht mehr rechtzeitig das Ok vom Sender bekommen. Deshalb wurde der Drehtermin nochmal verschoben.

 

Ich versuche mal, das ganze Geschehen zusammen zu puzzeln, was wir auf dem Weihnachtsmarkt in Kiel alles gemacht haben. Es macht mir ziemlich große Angst, denn Erinnerungen habe ich nicht viele, und die Erinnerungen an meine persönlichen Gefühle passen überhaupt nicht mit dem, was mein Körper alles erreicht hat zusammen. Meine Mutter hat ihre Sicht des Tages aufgeschrieben und ich meine. Auf jeden Fall war ich danach völlig ko. aber das ist normal nach einem Training.

 

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Treffen und Training

Ich konnte es kaum erwarten - Gestern am 5.12.2015 habe ich Alec wieder bei seiner supertollen Patenfamilie besucht! Alec ist nun 19 Wochen alt. Als ich ankam, hat er mich gleich erkannt und hat mich ganz aufgeregt und freudig begrüßt. Die meiste Zeit lag er auch neben mir. Er ist echt riesig geworden (man beachte die Pfoten!), deshalb sind wir zum Futterhaus gegangen, dort hat er ein schickes weinrotes neues Geschirr in Größe M bekommen. Da haben wir gleich die Situation ausgenutzt und haben im Laden geübt. Das war ganz schön schwierig, denn da waren so viele verlockende Gerüche und andere Hunde. Alec hatte aber überhaupt keine Angst und war viel entspannter als sein Frauchen. Auch als wir danach noch eine Übungsrunde durch die Fußgängerzone gedreht haben, hat er sich prima verhalten. Nichts kann ihn aus der Ruhe bringen. Er lässt sich schon gut absetzten, wenn er ohne Kommando wieder aufsteht, dann wieder hinsetzten. Mit "Ok" gehen wir weiter. Natürlich war er manchmal etwas abgelenkt, aber Frauchen versucht immer wieder, seine Aufmerksam zu bekommen. Wenn ich "schau" sag, guckt er mir in die Augen. Er ist wirklich ein toller Kerl. Jede Verabschiedung wird schwerer. Die Liebe ist schon so groß! Er hat so tolle große Schokobärchen-Pfoten... Fotos

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Erster Schneespaß und kranke Katze

Am Sonntag hat es ja in fast ganz Deutschland geschneit, und so hat Alec an dem Tag auch das erste Mal Schnee gesehen. Es hat ihn überhaupt nicht davon abgehalten mit seinen Hundefreunden zu spielen. :)

 

Vom 7.11 - 8.11 war Alec gemeinsam mit Kati, Kathrin und anderen Hunden auf einer Gesundheitsmesse. Dort konnte er zeigen, dass was er schon alles drauf hat. Sogar mit großer Ablenkung bei einer Vorführung hat er alle Kommandos bravourös ausgeführt.

 

Gleich am nächsten Tag war er mit seinen Trainerinnen bei einem Feuerwehrtraining. Sturm, Regen, laute Geräusche, Männer in Uniformen - alles kein Problem für Mr. Cool. Das Training steht mit auf dem Ausbildungsplan, damit er, sollte es einmal einen Notfall geben, keine Angst vor den Feuerwehrmännern und den Geräuschen hat bzw. sie schon mal gesehen hat.

 

Am 14.11. war ich auch mal wieder bei ihm, er ist wieder so in die Höhe geschossen, aber vor allem ist er schwer geworden. Zu dem Zeitpunkt wog er 18 kg! Ach du dicker Hund, er wird auf jeden Fall ein Brocken sein, wenn er ausgewachsen ist. Das finde ich super, umso besser kann er abblocken und mehr Platz verschaffen. Sein erster Backenzahn ist jetzt locker, ich hab ihm natürlich neues Spielzeug mitgebracht worauf er ordentlich drauf rum-kauen kann. Er war wie immer super toll, wir waren in einer kleinen Stadt in der nichts los war. Dort durften wir im Rossmann üben. An der Leine laufen läuft klasse. Bleib-Übungen und hinter mir absetzen läuft auch schon echt gut. Wir haben auch noch in einem Bistro etwas gegessen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit, legte er sich dann auch ruhig hin. Vor allem ich muss es aber noch lernen. Aber mit Kathrin, die dabei war, fühl ich mich sicher. Zusammen mit Alec werde ich das auch lernen.

 

Mitte Dezember steht auch wieder der nächste Drehtermin für die Reportage an. Sie wollen diesmal auf einem Weihnachtsmarkt drehen. Oh weia, solche Veranstaltungen mit so vielen Menschen sind ja extrem schwierig für mich. Ich werde ja nicht alleine sein, aber trotzdem macht mich das jetzt schon ziemlich nervös. Ich versuche es wieder einfach auf mich zukommen zu lassen.

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Trigger

 

An meiner Situation im allgemeinen hat sich nichts weiter verändert. Ich möchte nicht andauernd schreiben, wie schlecht es mir geht. Das wird ja auch irgendwann langweilig. Da schreibe ich lieber nichts. Mein Alltag besteht darin auf das Ende des Tages zu warten. Betroffene werden es wahrscheinlich verstehen, Menschen die dieses Gefühl nicht kennen, können das ganze Ausmaß zum Glück nicht einsehen und das ist auch gut so. Das wünsche ich niemanden.

 

Meine geliebte Katze "Miss Marple" die bei meiner Mutter wohnt ist in den letzten Tagen sehr krank geworden und ich glaube, dass sie es nicht mehr lange schafft. Sie ist schon seit einer halben Ewigkeit bei uns, sie stammt eigentlich aus einer Zeit die die Hölle war und am Anfang hat sie auch immer eine böse Person für mich verkörpert. Aber irgendwann konnte ich diese Assoziation ablegen und dann gab es Jahre lang nur noch meine Mutter, die Katze und mich. Ich hab sie immer als meine Therapie-Katze gesehen, sie schmust total gerne und oft ist sie das einzige Lebewesen, welches mir nah kommen durfte, wenn ich Nähe nicht ertragen kann. Sie lag oft auf mir schlafend, dass beruhigte mich meistens und half mir. Nun ist sie schon eine Seniorin und wie es bei Oma-Katzen nun manchmal so ist, bekam sie Zahnschmerzen. Die Zähne bis auf ein Backenzahn mussten rausoperiert werden. Wir wollten ihr damit Erleichterung verschaffen. Am Tag danach ging es ihr super, sie fraß und war ganz sie selbst. Dann plötzlich fraß sie nicht mehr und die Bluttests ergaben, dass sie ganz schlechte Leberwerte hatte. Somit musste sie stationär zurück zur Tierarztpraxis. Dort ergab sich auch noch, dass sie ein Herzproblem hat. Und als sie wieder nach Hause durfte musste sie andauernd niesen, ohne dass sie eine Entzündung hat. Jetzt frisst sie wieder nicht mehr und man merkt wie schlecht ihre Atmung ist, somit ist sie nun wieder in der Praxis. Ich möchte gar nicht wissen wie hoch die Tierarztrechnung sein wird. Ich halte den Gedanken, dass es ihr so schlecht geht und das sie bald ... nicht aus. An dem ersten Tag als sie zurück in die Praxis musste war ich Stunden lang im dissoziativen Stupor, nach Stunden bin ich daraus aufgewacht, dann konnte ich während mir es bewusst war für weitere zwei Stunden nichts bewegen und dann als ich wieder stehen konnte bin ich nach draußen gegangen, spazieren. Da habe ich mich dann in einer Nachbarstraße verlaufen, weil mir alles so fremd vorkam. Meinen linken Arm konnte ich erst wieder zwei Tage später normal bewegen. Ansonsten wechseln sich die Panikattacken mit schwerer Luftnot und die dissoziativen Zustände ab. Weil mich das ganze so überfordert kann ich wieder absolut keine Nähe zulassen. In die Augen schauen ist schon zu viel. Aber eigentlich möchte ich doch in den Arm genommen werden und vor allem bei Miss Marple sein. Die Schuldgefühle sind riesig, dass ich ihr und meiner Mutter nicht beistehen kann und dann ist die bestrafende Stimme sehr präsent.

 

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Produktiver Tag

Uff! Heute war ein sehr erfolgreicher und produktiver Tag, wenn auch sehr anstrengend. Gemeinsam mit meiner Betreuerin war ich heute Mittag in der Stadt: Alec bei der Hundesteuer anmelden. Danach hat meine Betreuerin mir noch geholfen meinen Weihnachtseinkauf zu erledigen. Ganz ohne Dissoziation hat es zwar nicht geklappt und in den Geschäften habe ich auch schnell Panik bekommen - zum Schluss hat sie mich aus dem Geschäft bugsiert, aber zumindest muss ich im Weihnachtstrubel nicht mehr in die Läden. 

 

Eben war ich noch mit meiner Mutter bei der Bank, ein Spendenkonto eröffnen. 

 

Oh und morgen muss ich noch mit meiner Mutter zum Futterhaus um neues Spielzeug für meinen Liebling zu kaufen. Der erste Backenzahn ist schon locker, da braucht er jetzt etwas zum drauf rum kauen. Das bringe ich ihm dann am Samstag mit.

24.10

Update zu Alec

Alec geht es super, er hat seine Tierärztin kennengelernt. Sie hat ihn geimpft und festgestellt, dass er ein großer und mächtiger Labrador wird. Gestern war er mit seiner Patenfamilie bei einem Laternenumzug mit viel lauter Musik und Trubel, das hat er auch ganz toll mitgemacht. Ich bin so stolz auf ihn.

Update zu mir

Meine Situation bleibt unverändert. Ich kann immer nur wiederholen wie froh ich bin meine Therapeutin und Betreuerin zu haben. Nun steht noch eine neue Diagnose im Raum, über die ich noch nicht reden möchte. Sollte es so sein, werde ich noch mal in eine spezialisierte Klinik gehen, die zum Glück ganz nah bei Alec liegt.

Für heute skille ich erstmal indem ich meinen Lieblingskuchen backe. Den nehme ich dann morgen zum langersehnten Besuch bei Alec mit. Der Kuchen ist natürlich nicht für Alec 😂 sondern für die liebe Patenfamilie. Das morgige Programm besteht aus Alec kuscheln, Alec schmusen und liebhaben und mit Alec zum Strand fahren. Alles ganz relaxt um ganz viel Alec-Liebe und Entspannung aufzutanken.

Training und Drehtermin in Eckernförde

Gestern habe ich Alec wieder besucht – Oh Mann, ist der in den zwei Wochen gewachsen! Ein Fernsehteam hat uns auch begleitet. Es war der erste Drehtag für eine Reportage über PTBS und PTBS Assistenzhunde. Das Fernsehteam wird uns für ca. 12 Monate begleiten. Auf Alec habe ich mich so gefreut und es war klasse den kleinen Kerl, Kati und Kathrin wiederzusehen. Aber der Tag war auch sehr anstrengend, oft ist die Panik hochgekommen und ich musste oft gegen den Fall in die komplette Leere ankämpfen. 


Morgens um 8 Uhr habe ich mich mit meiner Mutter auf den Weg gemacht. Zwischendurch wollten wir an einer Autobahnraststätte Rast machen. Ich hab schon auf dem Parkplatz gesehen, dass es extrem voll war. Naja wir mussten rein. Bei den Toiletten gibt es ja immer diese Drehkreuze an denen man bezahlen muss. Die Schlange war mächtig lang. Mir war es sehr unangenehm mit den vielen Menschen die sich alle drängten. Als wir dann durch die Drehkreuze durch sind, hatte ich gleich, das Gefühl eingeengt zu sein und nicht weg zu können. Mir kamen gleich die Tränen und bekam große Angst. Meine Mutter bugsierte mich zum Auto zurück. Während meine Mutter noch Kaffee und ein Croissant holte verfiel ich wieder in eine Dissoziation. Reden ging nicht, alles war taub, bewegen konnte ich mich auch nicht mehr. Erst kurz bevor wir ankamen löste sich die Erstarrung wieder. 


Auf dem Parkplatz begrüßte uns Kati und der Regisseur der Reportage. Die Filmcrew war sehr nett. Sie wollten gleich das erste Aufeinandertreffen von mir und Alec filmen. Ich hab versucht so gut wie möglich die Kamera auszublenden. Alec war klasse, ich glaub er hat mich sogar wieder erkannt. Er kam gleich angelaufen. Er ist ja erst 10 Wochen alt aber Sitz und Platz klappte gleich auf Anhieb. Wir filmten dann noch wie ich Alec sein Halsband und Geschirr umlegte und dann sind wir auch schon nach Eckernförde gefahren. Obwohl es ein Feiertag war, waren die Geschäfte geöffnet. Schon als wir auf den Parkplatz gefahren sind, habe ich die Menschen gesehen, die alle am Hafen entlang gingen. Da kam auch gleich schon wieder die Angst. Ich war schon lange nicht mehr in Läden und in der Innenstadt unterwegs. Ich fing an zu zittern. Da wurde ich gleich schon von Kathrin und Kati gefragt ob ich Alec auf den Schoß bekommen möchte. Ich hatte zuerst Angst Alec zu erschrecken, aber er war total entspannt und ließ sich ganz ruhig von mir streicheln. Da sagt ein 10 Wochen alter Welpe zu mir: „Hey, ganz ruhig, ist doch gar nichts los, entspann dich!“ Klasse!


Wir gingen also los, mit der Kamera begleitet. Manchmal mussten wir Dinge nochmal machen oder wir wurden aus unterschiedlichen Perspektiven gefilmt, ganz schön eigenartig. Alec ist ein Wunderhund! Ohne dass wir ihm ein Kommando gaben, hat er sich instinktiv hinter mich gesetzt um mir mehr Platz zu verschaffen. Wir haben oft „Sitz“ und „Platz“ geübt, wir haben das Überqueren einer Straße geübt und dass Alec immer links an meiner Seite läuft. Es prasselten ziemlich viele Reize auf mich ein. Die Menschen um mich herum, die ganzen Gerüche und Geräusche. Ich bin mit Alec immer mal wieder, wenn es mir zu viel wurde, zum Rand gegangen, um ihn zu streicheln und mich zu beruhigen. Dieses kleine Lebewesen ist einfach perfekt. Er war die ganze Zeit so entspannt. Als wir jedoch wieder durch eine Passage zurück zum Auto gehen wollten, war ich plötzlich umringt von Leuten. Ich bekam Panik, konnte nicht richtig atmen. Bin schnell zum Rand gegangen und setzte mich hin. Mir kamen wieder die Tränen, glaub ich, ich kann mich nicht mehr so gut daran erinnern. Kati und Kathrin setzten Alec auf meinen Schoß. Er bewirkt bei mir echt Wunder! Es ist unglaublich, dass dieser kleine Kerl mir Sicherheit gab, nur indem er da war ich ihn streicheln konnte, er mich abschleckte und er so entspannt auf mir lag. Nach einigen Minuten konnten wir dann weiter gehen. Am Hafen haben wir uns alle nochmal hingesetzt und ein Fischbrötchen gegessen. Alec war so müde, er hat an dem Tag echt so viel geleistet. Er war völlig fertig, so dass ich dann meinen schlafenden Welpen zurück zum Auto trug.


Zurück bei Kathrin hat Alec erstmal den halben Teich leergetrunken. Beim Training hat er sehr viele Leckerlies bekommen, sein Bauch war schon so voll. Es sah echt lustig aus. Alec hat sich dann in seiner Box wieder aufs Ohr gehauen und ist bis wir gegangen sind nicht aufgewacht. Kathrins Kinder habe lieberweise noch einen Kuchen gebacken. Für die Reportage wurde ich dann noch interviewt. Zwischendurch wurde mir nochmal alles zu  viel. Wir saßen mit mehreren Leuten in einem Raum, alle redeten. Meine Wahrnehmung ist ja ziemlich verzerrt, deshalb kam es mir vor als würden alle schreien und alle kamen mir zwei Meter größer vor. Da ging ich raus schaute mir den Teich und die Fische an und streichelte mit Kathrin Elvis, einer ihrer Hunde, ein riesiger Landseer-Mischling. Alec hat es wirklich gut bei seiner Patenfamilie! Zum Schluss habe ich Alec noch auf dem Arm gehabt um „Tschüss“ zu sagen.


Es war ein sehr anstrengender Tag, und ich weiß auch, dass das Training noch anstrengender wird. Abe ich möchte das wirklich. Ich habe auch nicht wirklich eine andere Chance. Ich kann weiterhin vor mich hin vegetieren oder ich gebe jetzt Alles, geh über meine Grenzen um im Endeffekt ein besseres Leben zu haben. Die Entscheidung ist definitiv gefallen. Ich zieh das durch, auch wenn es hart ist und viel von mir abverlangen wird. Ich will das und es ist mein Schritt in die Zukunft.

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Countdown bis zur Abholung

Nun ist es bald soweit. Durch die Spendengelder habe ich ganz offiziell Alec gekauft. Am Samstag 19.09.2015 wird der kleine Racker von der Züchterin abgeholt. Ich werde mich gemeinsam mit Kati auf den Weg machen. An dem Tag werde ich auch die Patenfamilie kennenlernen, die Alec für die ersten Monate aufnehmen wird, ich freue mich schon sehr darauf. Ich bin generell schon sehr hibbelig, ich kann es kaum erwarten ihn wiederzusehen. Die Züchterin hat mir wöchentlich neue Videos geschickt, darauf sieht man wie sehr er schon gewachsen ist. Zwischen März und Mai 2016 wird er dann bei mir einziehen.

Alec und Zusage von Sponsoren

Gestern am 29.08.2015 bin ich zusammen mit meiner Mutter zu einer Züchterin in der Nähe von Bremen gefahren. Kati, hatte ein paar Tage zuvor die Welpen getestet und mir Bilder von einem Rüden geschickt, der alle Tests mit Bravour bestanden hat. 

 

Ich habe mich gleich in ihn verliebt, er war die ganze Zeit total gelassen und ist gleich in meinem Arm eingeschlafen. 

 

Den Vertrag habe ich schon unterschrieben. Am 19.09.2015 wird er von Kati und der Patenfamilie abgeholt. Da werde ich auch mit dabei sein. 

 

Ich freue mich so sehr, dass Kati diesen tollen Rüden gefunden hat. Danke Kati! Alec und ich werden bestimmt ein tolles Team.

 

Passend dazu habe ich die erste Rückmeldung von einem Sponsorenkreis bekommen. Ich weiß noch nicht ob es denen Recht ist, wenn ich deren Namen nenne. Ich bekomme für Alecs Ausbildung 500 Euro. Danke!!!

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Planänderung

Leider kann die Labrador Hündin, die ich vor kurzem vorgestellt habe leider doch nicht meine Assistenzhündin werden. Sie wurde vom Züchter abgeholt, als sie dann bei der Patenfamilie war, stellte sich heraus, dass sie vom Wesen her nicht geeignet und krank war. Die Suche nach einem geeigneten Hund geht weiter.

Aufbau meiner Website und mein Hund

Die Hündin wird hoffentlich mal eine große und ganz tolle Assistenzhündin. Demnächst bekommt sie auch noch einen Namen. Ich werde jetzt die Tage die Auszahlung von 1200 € von Betterplace veranlassen, damit ich mit dem Geld den Welpen kaufen kann. Zuerst wird sie zu einer Patenfamilie ziehen um dort sozialisiert zu werden, wenn sie alt genug ist kommt sie ins Intensivtraining zu Kati Zimmermann. Hier geht es zu ihrer Website, wo es auch Neuigkeiten zu meiner Hündin gibt. Ich freue mich sehr bald meine Kleine Labrador Hündin kennen zu lernen. 

 

Danke an alle die diesen Schritt möglich gemacht haben. Das kann ich nicht oft genug sagen! Ich bin Euch allen so unglaublich dankbar.

 

Momentan bin ich auch sehr damit beschäftigt meine eigene Website auf Vordermann zu bringen. Ich bin keine Ärztin, aber ich möchte trotzdem gerne versuchen, meine Krankheiten zu erklären um Leute aufzuklären. Es ist alles noch in Arbeit. Bitte verzeiht mir, wenn etwas Fachlich nicht genau stimmt. Ich beschreibe alles als Betroffene.  

 

Mir geht es immer noch nicht so gut. Ich habe fast täglich Dissos, manchmal mehrmals am Tag und dann fällt es mir sehr schwer zu gehen. Ich hänge schon seit über einem Jahr in der Schwebe. Ich weiß nie genau wie es weiter geht. Und alles was ich schon seit langem brauche ist Stabilität, Sicherheit und Gewissheit. Momentan habe ich auch keinerlei Therapie, da meine Therapeutin, meine Betreuerin und mein Therapiepferd im Urlaub sind.


Ich habe noch keine Antworten von den Stiftungen und Zeitschriften erhalten. Auf die Einschätzung meiner Schwerbehinderung warte ich auch weiterhin. Habe ich schon erwähnt, dass ich eine sehr ungeduldige Person bin?!

Der heutige Tag

Ich war heute mit K. in der Nähe von Ueltzen und habe mir bei einer Züchterin einen Collierüden angeschaut. Ein toller Hund! Leider stresste ihn unser Ausflug in die Stadt zu sehr, ansonsten hätten wir perfekt zusammen gepasst. Es war sehr interessant, aber der Tag war auch für mich sehr anstrengend. Vielleicht folgen dazu noch Fotos. 

 

Ich habe heute auch noch eine Bewerbung für die Finanzierung von einer Stiftung abgeschickt. Morgen hat die Stiftung ihre Vorstandssitzung, dort wird entschieden, ob mein Assistenzhund gefördert wird. 

Ich möchte mich weiterhin bei allen Unterstützern bedanken! 

 

Erste Schritte

So die ersten Schritte sind getan. Ich habe in der letzten Zeit sehr viel Zeit und noch viel mehr Energie in die Vorbereitung meines Spendenaufrufs gesteckt. Ich bin total erschöpft und mit den Nerven am Ende. Es ist alles noch gar nicht richtig öffentlich, aber ich habe jetzt schon eine Höllenangst davor wie das alles aufgefasst wird. Ich spreche ja normalerweise überhaupt nicht über meine Krankheiten. Und ich kann mir auch noch nicht vorstellen, dass irgendjemand für mich spenden würde. 

 

Eben gerade habe ich noch eine Email von meiner Trainerin bekommen, sie hat bereits einen Hund für mich gefunden! Ein einjähriger weißer Collie, der wunderschön aussieht und eine tolle Statur und Ausstrahlung auf den Bildern hat. Wir wollen uns jetzt noch absprechen und dann fahren wir bald zur Züchterin um uns den Rüden anzuschauen. Ich bin echt aufgeregt. Hoffentlich passen wir gut zusammen.