Kein Arzttermin ohne Vorbereitung

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Infoblatt für Ärzte von einer Betroffenen
Zu beachten bei Untersuchungen - Wirr-We
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Arzttermine und Untersuchungen sind bei mir immer ein ganz heikles Thema. Fremde, teilweise autoritäre Menschen, die mich zum Untersuchen womöglich anfassen müssen – nicht selten führen solche Situationen zu Panik, dissoziativen Krampfanfällen und wildem Hin-und-her-geswitche. Deshalb sind einige Arten von körperlichen Untersuchungen momentan gar nicht denkbar. Und wenn doch mal ein Arztbesuch unausweichlich ist, wird das so lang wie möglich rausgezögert.


Morgen ist es mal wieder so weit, mein zweiter Auswärtstermin zu einer Arztpraxis in diesem Jahr. Hausbesuche von Fachärzten sind ja leider, zumindest von niedergelassenen Ärzten aus meiner Stadt, nicht zu bekommen. Ein Arzttermin bei einem mir völlig fremden männlichen Orthopäden. Selbst die Fahrt zur Praxis wird da schon zum Spießrutenlauf. Möglich wird das nur mit zwei Begleitpersonen.

 

Durch meine damalige Therapeutin bin ich darauf gekommen, ein Informationsblatt für Ärzte zu schreiben. Ich habe versucht, einfach und kurz meine Erkrankung zu beschreiben und zu vermitteln, was ich brauche, um behandelt werden zu können. Diese Beschreibung bringt meine Mutter am Vortag in die Praxis und verweist darauf, dass wir es ernst meinen und dass der Arzt sich das wirklich bitte durchlesen sollte. Es bringt ja allen nichts, wenn der Arzt schnittig um die Kurve kommt, mir die Hand zur Begrüßung ausstreckt und ich sofort anfange zu krampfen und die nächsten ein/zwei Stunden das Behandlungszimmer blockiere, bis eine von uns in der Lage ist raustransportiert zu werden, ohne überhaupt behandelt worden zu sein.

 

Mein Schreiben, das wir den Ärzten geben, ist natürlich sehr auf mich persönlich zurechtgeschnitten. Ich weiß nicht, ob das überhaupt für jemanden informativ und hilfreich ist. Wenn ja, darf mein Schreiben gerne als Muster für eigene Ideen genommen werden.

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